Das Umwelt Management System

Papst Franziskus’ «Laudato Si» Enzyklika aus dem Jahr 2015 fordert und Menschen auf zu unserer Erde Sorge zu tragen. Das Umwelt -Management System UMS ist ein Werkzeug, das es uns erlaubt systematisch die Verbräuche von Heizmaterial (und
dessen Art), Strom, Wasser, Abfall und Papier zu senken. Dies, weil die Verbräuche erfasst und ausgewertet werden. Dies gibt die Grundlage Ziele zu setzen und Verbesserungen anzupacken, die die Verbräuche verkleinern.

Weiter fördert das UMS die Sensibilisierung wie eingekauft wird. Sind die Lebensmittel und wo möglich auch die eingesetzten Materialien der Handwerker-/Innen und Hauswarte und Hauswartinnen regional und umweltfreundlich? Die notwendigen Reinigungsmittel und Chemikalien werden bewusst eingesetzt und sind wo möglich biologisch abbaubar und umweltschonend. Wo Umwelt belastendere Mittel eingesetzt werden müssen, sind die entsprechend geltenden Datenblätter vor Ort vorhanden.

Mit dem UMS prüfen wir, ob wir tatsächlich die gesetzlichen Vorschriften einhalten. Die Biodiversität der Umgebungen der Gebäude kann analysiert und massgebend verbessert werden im Sinne für die Tiere und natürlich nicht zuletzt für die Menschen.

Bitte klicken Sie die Fragen an, um unterhalb die Antworten dazu einzublenden.

Was steckt hinter dem “Grünen Güggel“?
Wer wird
angesprochen?

Was steckt hinter dem “Grünen Güggel“?

Der «Grüner Güggel» ist ein Umwelt Management System das vergleichbar ist mit der internationalen Umweltmanagement Norm ISO 14001. Auch das europäische Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist direkt vergleichbar.

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Wer wird angesprochen?

Das Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» kann jede Pfarrei oder Kirchgemeinde in der Schweiz anpacken und umsetzen.

Die oberste Leitung trifft den Entscheid zum Start und es wird ein Umweltteam zusammengestellt, das sich der Umsetzung annimmt zusammen mit weiteren Mitarbeitenden, Freiwilligen und der leitenden Behörde.

Von aussen muss eine Begleitperson, die die entsprechende Ausbildung absolviert hat, die Kirchgemeinde respektive Pfarrei unterstützen.

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Warum soll gerade das UMS „Grüner Güggel“ eingeführt werden?

Wie das Wort Umweltmanagementsystem UMS es sagt, bietet der Grüner Güggel eine Systematik an. Die basiert auf anerkannten Normen, (ISO 14001 und EMAS) ist jedoch genau auf die kirchlichen Verhältnisse ausgelegt. Denn da wird nichts Materielles produziert. Es gibt Gebäude, Umgebungen und Verbräuche durch Menschen, wie Lebensmittel, Papier, Kerzen, Reinigungsmittel und es wird Abfall und Emissionen «produziert».

Ziel des UMS ist sparsam zu wirtschaften, regenerative Energien zu verbrauchen, die biologische Vielfalt zu stärken und nicht zuletzt Vorbild sein.

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Was ist die „oeku Kirche und Umwelt“??
Was gibt es zu tun?

Was ist die „oeku Kirche und Umwelt“?

Die oeku Kirche und Umwelt ist ein Verein, der 1986 gegründet wurde. Die oeku ist eine ökumenische Organisation und wird von den Landeskirchen, von der Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK) und der Evangelisch-reformierten Kirche (EKS) sowie von Freikirchen für ökologische Fragen als Begattungsorgan anerkannt.

Ziel der oeku ist, dass die Kirchen ihre Verantwortung für die Schöpfung in Gottesdiensten und im täglichen Leben wahrnehmen.

Der Verein zählt rund 600 Kirchgemeinden und kirchliche Organisatoren sowie Einzelmitglieder.

Die oeku ist Zertifizierungsstelle für das Umweltlabel «Grüner Güggel»

Weiteres zur oeku via Link zur Website oder Flyer

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Was gibt es zu tun?

Das Umweltmanagementsystem ist in 10 Schritte unterteilt.

10 Schritte zum Umweltmanagement Zertifikat

Während 1 ½ bis 2 Jahren werden die 10 Schritte, mit Begleitung, erarbeitet. Dabei bieten diverse Dokumente und Unterlagen, die von der oeku erstellt wurden, Unterstützung. Bei der Erstzertifizierung ist der Aufwand die notwendigen Dokumente und Prozesse aufzubauen nicht zu unterschätzen. Da es aber ein klarer Prozess ist, können wirklich nachhaltige Erfassungen von Verbrauch und Verbesserungen gemacht werden. Im Umweltbericht, der veröffentlich werden muss, können die Resultate klar definiert und ausgewiesen werden.

Zum Prozess gehört, dass nach der Zertifizierung ein 4-Jahres Ablauf weitergeführt wird. Im ersten Jahr wird ein internes Audit gemacht, im Zweiten ebenfalls, die notwendigen Unterlagen sendet man als Zwischenbericht dem Auditor. Das dritte Jahr beinhaltet wieder ein internes Audit und im vierten Jahr gilt es wieder zu bestehen mit einem externen Audit, die Unterlagen werden auf Einhaltung geprüft und es findet vor Ort eine Begehung statt.

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Wer hilft bei der Umsetzung?

Wer hilft bei der Umsetzung?

Die oeku bildet sogenannte «Kirchliche Umweltbegleiter» aus. Diese erlangen die Fähigkeit eine Pfarrei oder Kirchgemeinde im Prozess der Umsetzung des Umweltmanagementsystems kompetent zu begleiten.

Im Kurs werden die theoretischen Grundlagen vermittelt. Es finden ca. 6 Nachmittage, jeweils in einer Pfarrei statt, die meist schon zertifiziert ist. Da können gute Beispiele vor Ort gezeigt werden. Die Auseinandersetzung vor Ort und die Diskussionen dabei sind sehr wertvoll.

Die Begleitperson unterstützt den Umweltbeauftragten in der Führung des Prozesses, ist an den Sitzungen dabei und erklärt dabei die jeweils anstehenden weiteren Schritte. Die kann bei den Begehungen beigezogen werden und sie führt das erste interne Audit mit durch.

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Was sind die Nachteile?
Was ist ein Kovoi?

Was sind die Nachteile?

Die Umsetzung braucht Ressourcen, Geld, Planung und Motivation Vieler. Gerade die personellen Ressourcen von den Mitarbeitenden sind oft schon recht knapp. Je besser es gelingt auch Freiwillige zur Mitarbeit und eben auch Mit-Gestaltung zu motivieren und gewinnen, desto besser kann der Aufwand auf weitere Schultern verteilt werden.

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Was ist ein Kovoi?

Diverse Landeskirchen (Römisch-Katholisch oder Reformiert) unterstützen die Einführung des Umweltmanagementsystems aktiv. Dabei bieten sie die Möglichkeit, dass sich mehrere Pfarreien oder Kirchengemeinden bis zu Regionen zusammenschliessen. Sie machen sich also gleichzeitig auf den Weg. Anstelle, dass eine Begleitperson eine Pfarrei einzeln betreut, finden bei einem Konvoi etliche Ausbildungen gemeinsam satt. Dies in jeweils einer der Pfarreien. Dies bietet den Vorteil, dass andere Situationen angesehen werden können, denn es wird versucht, dass immer auch etwas Spezielles der jeweiligen Gemeinde angesehen oder vorgestellt werden kann. Der Austausch unter den Teilnehmenden ist sehr wertvoll. Personen können Diskussionen führen mit solchen anderen Pfarreien, die in gleicher Funktion tätig sein und so oft auch ähnliche Probleme zu bewältigen haben.

Die meisten Landeskirchen unterstützen die Pfarreien und Kirchengemeinden mit einigen Tausend Franken. Der Antrag kann nach der Zertifizierung beantragt werden.

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Finanzielle Unterstützung?

Finanzielle Unterstützung?

Die Landeskirchen unterstützen nach der Zertifizierung zwischen CHF 3000 und CHF 4000, je nach Landeskirche.

Es lohnt sich bei der Stadt, gemeinde, Kanton und den Landeskirchen anzufragen wer bei welchen Vorhaben welche finanzielle Unterstützung gibt.

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Was kostet die Umsetzung?
Referenzen

Was kostet die Umsetzung?

Die Begleitung beläuft sich je nach Grösse der Kirchgemeinde zwischen circa CHF 5000 bis CHF 7000, zuzüglich Spesen und allfällige spezifische zusätzlich Unterstützung.

Die Mitgliedschaft, die obligatorisch ist beträgt mindestens Fr. 200 / Jahr. Empfohlen wird CHF 0.10 pro Kirchgemeindemitglied. Sehr grosse Kirchgemeinden sprechen sich mit der oeku ab.

Der Gutachter für die externe Zertifizierung liegt im beriech von CHF 800. Eine Plakette kostet rund CHF 280.

Für die individuelle Umsetzung sind die Investitionen sehr unterschiedlich, je nachdem was angepackt wird in Sachen Gebäudeoptimierung, Heizung, Stromerzeugung, Biodiversität resp. Umgebungsgestaltung.

Aus der anderen Seite kann sehr viel Geld gespart werden in den Folgejahren. Es kann in der Heizenergie, Strom, Wasserverbrauch und in anderen Bereich wirklich viel Geld auch eingespart werden.

Experten (GEAK) können zum Beispiel bei der Gebäudeisolierung, der Heizungserneuerung oder beim Bau Solaranlagen Analysen durchführen und dabei Angaben machen in welchen Bereichen wie viel gespart werden dann in den nächsten x Jahren. Zwar kosten die Experten auch. Oft bekommt man Unterstützung von Kanton und / oder Landeskirchen.

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Referenzen

Brigitta Bölsterli hat von 2019 bis 2020 die Kirchgemeinde Lenzburg mit den drei Pfarreien als Umwelt- und Sicherheitsbeauftragte begleitet. Sie war 15 Jahre Pfarreiratspräsidentin und auch 10 Jahre in der Kirchenpflege und kenn die Strukturen und Bedingen in Kirchgemeinde daher sehr gut.

Ab 2021 ist sie weiter als Umwelt- und Sicherheitsbeauftragte im Mandat tätig.

2020-2021 Begleitung der Kirchgemeinde Rohrdorf

2020-2021 Begleitung der Kirchgemeinde Rheinfelden

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Presseartikel